Die Gastrollen

„Tatort“ aus Köln „Showtime“

Die Gastrollen

Max Giermann als Moderator Frank Anders
© WDR/BAVARIA FICTION/Martin Valentin Menke

Max Giermann als Moderator Frank Anders

Frank Anders kann Dinge so erklären, dass sie jedes Kind versteht. Das hat ihn und seine Sendung „Sachen und Lachen“ berühmt und reich gemacht. Doch so viel Spaß er gemeinsam mit seiner Co-Moderatorin Caro und dem Tapir Tassilo vor der Kamera auch verbreitet, bleibt das eine Scheinwelt. Die Stimmung am Set ist extrem angespannt. Doch der bei Groß und Klein so beliebte und stets bestens gelaunte Frank Anders erweist sich im wahren Leben als extrem launisch.

Sie spielen im Tatort einen bekannten Kinderfernseh-Star mit fragwürdigem Charakter. Wie haben Sie darauf die reagiert, als Ihnen die Rolle angeboten wurde?

Zunächst habe ich mich nicht in der Rolle gesehen, aber nach einem Telefonat mit der Regisseurin Isabell Šuba, war ich angefixt.

Man kennt Sie für Ihre präzisen Parodien bekannter Persönlichkeiten. Wie sind Sie an die Figur des Frank Anders herangegangen – zumal das Setting seiner Show selbst schon fast wie eine Parodie wirkt?

Ganz anders als bei einer Parodie, bei der man sich von außen und eher technisch annähert. Bei Frank Anders ging es mehr darum, sich in diesen exzentrischen Charakter hineinzufühlen und eine imaginäre Welt zu erschaffen.

Sie haben eine klassische Schauspielausbildung, Theater gespielt, Regie geführt, waren in ernsten TV-Rollen zu sehen – und Sie malen. Dennoch kennt das breite Publikum Sie vor allem als Parodisten. Würden Sie sich wünschen, dass diese anderen Facetten künftig stärker im Vordergrund stehen?

Es ist bereits seit einigen Jahren der Fall, dass das Parodieren eher eine Nebenrolle in meinem Berufsleben spielt. Wie das von außen wahrgenommen wird, ist für mich nicht wichtig. Aber es freut mich natürlich, dass manche Rollen offenbar so eine Strahlkraft haben.

Silvina Buchbauer als Co-Moderatorin Caro Anders
© WDR/BAVARIA FICTION/Martin Valentin Menke

Silvina Buchbauer als Co-Moderatorin Caro Anders

Mit „Sachen und Lachen“ haben Caro und Frank Anders eine Marke geschaffen, die Generationen von Kindern geprägt hat. Dass Frank dabei oft als das alleinige Gesicht der Marke gilt, ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Denn im Hintergrund hält Caro den Laden gegen alle Widrigkeiten zusammen. Denn hinter den Kulissen brodelt es ganz schön.

Im „Tatort – Showtime“ geht es auch um toxische Männlichkeit. Sie spielen die Ehefrau, Co-Moderatorin und Co-Produzentin des Kinder-TV-Stars Frank Anders. Wie geht sie mit dem großen Ego ihres Mannes um?

Meine Rolle Caro Anders hält als alleinige Produzentin und Co- Moderatorin die Show am Laufen, für die ihr Mann das Aushängeschild ist. Den Erfolgs- und Quotendruck, unter dem sie als „ältere“, in der Medienbranche arbeitende Frau steht, gibt sie „nach unten“ weiter. Anstatt das toxische Arbeitsumfeld zu hinterfragen, betreibt auch sie strukturellen Machtmissbrauch, den sie sowohl bei sich als auch bei ihrem Mann verdrängt und leugnet.

Julia Riedler

Julia Riedler als Regisseurin Annabelle Mayers
© WDR/BAVARIA FICTION/Martin Valentin Menke

Julia Riedler als Regisseurin Annabelle Mayers

Annabelle Mayers hat Nerven wie Drahtseile. Denn auch wenn die Stimmung am Set durchaus explosiv ist, muss sie die Ruhe bewahren und das Team zusammenhalten. Anders ist der dichte Drehplan nicht zu stemmen. Dass in dieser Situation nun auch noch die Kommissare Ballauf und Schenk immer wieder ungebetene Gäste im Studio sind, sorgt für zusätzlichen Stress.

Yassin Meret als Puppenspieler Erkan Acar
© WDR/BAVARIA FICTION/Martin Valentin Menke

Yassin Meret als Puppenspieler Erkan Acar

Bei „Sachen und Lachen“ war er von Anfang an mit dabei: Seine plüschige Figur, den lustigen Tassilo Tapir, lieben alle. Doch Erkan Acar hat keinen leichten Stand. Als Puppenspieler kennt draußen kaum einer sein Gesicht. Und was er – in der Rolle des Tapir – als eigentlicher Star zum Erfolg der Kinder-Show beiträgt, wird kaum gewürdigt. Im Gegenteil: Frank Anders hat sich geradezu auf ihn eingeschossen.

Niels Bormann als Kameramann Stefan „Happy“ Glück
© WDR/BAVARIA FICTION/Martin Valentin Menke

Niels Bormann als Kameramann Stefan „Happy“ Glück

Der Kameramann Stefan Glück wurde von allen nur „Happy“ genannt. Doch die zermürbenden Auseinandersetzungen mit Frank Anders und hohe Wettschulden ließen diesen Spitznamen sehr unpassend erscheinen. Jetzt wurde Stefan Glück ermordet. Die Leiche wurde in seinem völlig ausgebrannten Fahrzeug am Rande der Stadt sichergestellt.

Bineta Hansen als Praktikantin Marie Wolters
© WDR/BAVARIA FICTION/Martin Valentin Menke

Bineta Hansen als Praktikantin Marie Wolters

Marie Wolters hatte sich sehr auf ihr TV-Praktikum bei „Sachen und Lachen“ gefreut. Doch nun muss sie aufpassen, dass sie am Set nicht in die Schusslinie gerät. Zu ihren zentralen Aufgaben gehören die Archivierung und Auswertung des gesamten Drehmaterials – von Studio- ebenso wie von Außenaufnahmen der „Ich kann was“-Reihe. Aus diesem Material entstehen Outtakes mit humorvollen Versprechern und kleinen Pannen.

Stand: 04.03.2026, 12.00 Uhr