Sieben Nominierungen für den WDR
Deutscher Fernsehpreis 2025
Sieben Nominierungen für den WDR

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Der WDR bleibt stark in den Bereichen Dokumentation und Information. Nominiert wurden unter anderem vier Produktionen, bei denen der WDR federführend war: ein ARD-Brennpunkt, die Programmaktion #KINDERstören mit Carolin Kebekus, die ARD- Story „Die Vertrauensfrage: Wer kann Deutschland regieren?“ und die Doku- Serie „Warum verbrannte Oury Jalloh?“.

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Ein ARD-Brennpunkt, zwei aktuelle Themen: „Trumps Wahlerfolg & Bruch der Ampel“ hieß am 6. November 2024 der ARD-Brennpunkt (ARD/WDR), moderiert von Ellen Ehni, der nun in der Kategorie Beste Information zu den Anwärtern für den Deutschen Fernsehpreis gehört. Die ursprünglich auf 45 Minuten angesetzte Sendung zum Wahlerfolg Trumps wurde während der Ausstrahlung programmlich verändert. So reagierten die Macherinnen und Macher des WDR auf das Ampel-Aus, das kurz vor Sendebeginn bekannt wurde. Der ARD-Brennpunkt verlängerte sich auf 120 Minuten.

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Die Programmaktion #KINDERstören (ARD/WDR/Btf/Unterhaltungsflotte TV) in der ARD ist in der Kategorie Bestes Buch Unterhaltung nominiert. Carolin Kebekus hatte am 18. August 2024 zur Primetime das ARD-Programm unterbrochen, um auf die Situation von Kindern und ihre Rechte aufmerksam zu machen. Zu den Nominierten gehören neben Kebekus: Nora Cummins, Max Bierhals, Viola Müter, Marie Lina Smyrek, Claudius Pläging und Johannes Roggenkamp.

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Als Beste Dokumentation/Reportage ist die ARD-Story „Die Vertrauensfrage: Wer kann Deutschland regieren?“ (ARD/WDR/SWR/rbb/MDR/ECO Media) nominiert. Sie beleuchtet den Bundestagswahlkampf 2025. Die Filmemacher Stephan Lamby und Christian Bock dokumentierten das bisher kürzeste, intensivste und wohl auch kontroverseste Rennen ums Kanzleramt. Sie begleiteten Spitzenkandidatinnen und -kandidaten und waren bei Gesprächen mit zunehmend kritisch werdenden Wählerinnen und Wählern dabei.

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In der Kategorie Beste Doku-Serie ist „Warum verbrannte Oury Jalloh?“ (ARD/WDR/SWR/BR/MDR/Looks Film) nominiert. Die Doku-Serie geht der Frage nach, was am 7. Januar 2005 im Polizeirevier Dessau geschah. Damit greift sie den Fall knapp 20 Jahre später auf und lässt unter anderem erstmals einen leitenden Polizeibeamten zu Wort kommen, der damals vor Ort war. Für die einen ist der Fall ein Polizei- und Justizskandal, für die anderen eine Verschwörungstheorie.

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Weitere Nominierungen gab es für drei ARD-Koproduktionen mit Beteiligung des WDR.
In der Kategorie Beste Doku-Serie begleitet „Alles außer Kartoffeln: Menschen. Küche. Heimat.“ (ARD/BR/hr/SR/WDR/Isarfilm) sechs Menschen aus unterschiedlichen Ländern, deren Biografie durch das Kochen geprägt wurde – sechs emotionale Geschichten vom Essen und Ankommen in Deutschland.

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Ebenfalls in der Kategorie Beste Doku-Serie wurde „Roncalli – Macht der Manege“ (ARD/NDRWDR/SWR/UFA Documentary) nominiert. Die Doku-Serie erzählt mit privatem Archivmaterial, magischen Bildern und den Stars der Manege die Geschichte des in New York als „beliebtester Zirkus Europas“ gefeierten Stücks Popkultur Made in Germany. Die Dokumentation ist zudem in der Kategorie Beste Kamera Information/Dokumentation für Bernd Hermes nominiert.
Der Deutsche Fernsehpreis 2025 wird in insgesamt 29 Kategorien verliehen. Über die Auswahl der Nominierten bzw. Preisträgerinnen und Preisträger entscheidet eine unabhängige Fachjury unter dem erneuten Vorsitz des Produzenten Wolf Bauer. Die Verleihung findet am 09. und 10. September in Köln statt.
Stand: 28.08.2025, 12.00 Uhr