Isa Prahl (Regie)

„Tatort“ Münster „Fiderallala“

Isa Prahl (Regie)

Isa Prahl

Isa Prahl
© WDR/Bavaria Fiction GmbH/Martin Valentin Menke

„Fiderallala“ ist Ihre erste Regie für den Münster „Tatort“, zudem war es das erste Mal, dass eine in Münster geborene Person die Regie führte. Was ist das besonders Münstersche für Sie in diesem „Tatort“?

Für mich war es eine spannende Herausforderung, in meiner Heimatstadt zu drehen. Als Filmemacherin habe ich Münster nochmal neu entdeckt. Ich bin ja hier aufgewachsen und seitdem immer mal wieder zu Besuch in der Stadt – Münster hat sich in den letzten Jahren aber enorm verändert.

Mein Wunsch war, so viel wie möglich von der Stadt zu erzählen, sie sichtbar zu machen in all ihrer Besonderheit und Schönheit. Letztendlich haben wir uns für das Münsteraner Schloss als sehr prägnantes Motiv und die Universitätsklinik mit den Bettentürmen entschieden. Münster ist auf jeden Fall eine ergiebige Quelle, um tolle Bilder einzufangen.

Der neue Fall ist vielschichtig und nimmt aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen wie die Wohnungsnot unter Studierenden auf. Inwiefern haben Ihre eigenen Erfahrungen aus der Studienzeit hier Einfluss gehabt? Haben Sie persönliche Vorbilder gehabt für die Inszenierung der Jugendlichen?

Als ich studiert habe, gab es keine solche Wohnungsnot wie das heute der Fall ist. Doch in den letzten Jahren ist das ein immer größeres Problem geworden – bezahlbarer Wohnraum. Daher war uns wichtig, diesen Aspekt in unserem Krimifall besonders zu beleuchten, weil es eins der großen Probleme ist, die Städte heute haben. Die Recherche dazu war spannend, da ich mitbekommen habe, wie drastisch sich die Situation auch in Münster verändert hat - Studierende, die in Turnhallen übernachten u.Ä..

Grundsätzlich arbeite ich wahnsinnig gern mit Jugendlichen und habe in fast jedem meiner Filme wichtige Figuren, die von Jugendlichen gespielt werden. Mich interessiert ihre Herangehensweise, die sich oft auszeichnet durch Schnelligkeit, Flexibilität und Intuition.

Stand: 24.02.2025, 12.00 Uhr