Alessija Lause als Hauptkommissarin Ira Klasnić

„Tatort“ aus Dortmund „Abstellgleis“

Alessija Lause als Hauptkommissarin Ira Klasnić

Ira Klasni (Alessia Lause)

© WDR/Thomas Kost

Ira Klasnić lässt sich nicht in die Karten schauen. Was glauben Sie, wie sie aus Sicht ihrer Mitarbeitern Faber und Herzog wahrgenommen wird? Und interessiert sie das Mitarbeiter-Feedback?

Ira Klasnić kümmert sich nicht darum, wie andere Menschen sie sehen. Vor allem nicht, wenn diese eine voreingenommene Meinung von ihr haben und nicht in der Lage sind, über ihren eigenen Tellerrand zu sehen. Und nein, Mitarbeiter-Feedback, das nicht dazu beiträgt, die Situation im Allgemeinen zu verbessern, interessiert sie nicht die Bohne.

Als neue Leiterin der Mordkommission lässt sich Ira Klasnić nicht in die Karten schauen. Wie würden Sie ihren Führungsstil beschreiben? Welche Ziele verfolgt sie?

Was ihren Führungsstil angeht, verhält sie sich sehr wie eine Einzelgängerin. Sie alleine entscheidet, was sie für gut befindet und wie es gemacht wird, bislang ohne den Rest des Teams einzubeziehen. Oft auch ohne Rücksicht auf Verluste und ziemlich unorthodox und hat dadurch durchaus schon verbrannte Erde den einen oder anderen Scherbenhaufen hinterlassen. Natürlich verfolgt sie dabei immer ganz klar ein über allem stehendes Ziel (wie im Tatort – CASH“, den brandgefährlichen Abakay ein für alle Mal aus dem Verkehr zu ziehen). Ihr ist aber durchaus bewusst, dass man nur gemeinsam wirklich stark ist, und natürlich will sie ihre Position auch gut vertreten. Daher ist ihr klar, dass sie eine bessere Chefin für ihr Team werden muss, indem sie es einbezieht, damit sie in Zukunft im besten Falle alle an einem Strang ziehen.

Was reizt Sie an der Rolle Ira Klasnić?

Mich reizt an der Rolle Ira Klasnić, dass sie so ambivalent und sperrig ist, dass man sie eben nicht auf den ersten Blick lesen und einschätzen kann. Wer das tut, macht es sich zu einfach. Die Frau hat Geheimnisse. Ihr Innenleben ist komplex. Ira Klasnić hat gefühlt schon tausend Leben gelebt. Es reizt mich an der Figur, dass die neuen Kollegen in der Mordkommission und auch ein Großteil der Zuschauer genau zu wissen denkt, was für ein Mensch sie sei und sich vorschnell eine Meinung über sie bildet, ohne auch nur eine Idee zu haben, wer sie wirklich ist. Das passiert in unserer Gesellschaft leider sehr häufig, dass sich Menschen vorschnelle Urteile über andere erlauben. Es wäre schön, wenn wir uns alle erst mal einen Blick hinter die Fassade unseres Gegenübers erlauben, bevor wir vorschnell über einen Menschen urteilen. Es wird spannend herauszufinden, wer Ira wirklich ist.

Stand: 25.02.2025, 08.00 Uhr