Deutscher Fernsehpreis: Sieben Nominierungen für den WDR

Deutscher Fernsehpreis: Sieben Nominierungen für den WDR

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© Deutscher Fernsehpreis

Der WDR bleibt weiterhin stark in der Dokumentation und Information. Gleich fünf Nominierungen stehen für den diesjährigen Fernsehpreis in diesen Kategorien zur Auswahl. Aber auch in der Unterhaltung sind durch die Nominierung von Esther Sedlaczek und Nina Gummich WDR Produktionen vertreten.

Seit diesem Jahr ist es Esther Sedlaczek, die das Publikum zu „Frag doch mal die Maus“ (ARD/WDR/Ansager und Schnipselmann) ermuntert. In der Kategorie „Beste Einzelleistung/Moderation Unterhaltung“ ist sie zusammen mit ihrem Einsatz beim „Quizduell-Olymp“ (ARD/NDR/ITV Studios Germany) nominiert.

Esther Sedlaczek
© WDR/Ben Knabe

In der Kategorie „Beste Dokumentation/Reportage“ steht „Leben nach Butscha“ auf der Nominierungsliste. Die Reportage erhielt in diesem Jahr bereits den Grimme-Preis. In dem Film reisen Autorin Mila Teshaieva und Autor Marcus Lenz mit der Kamera nach Borodjanka, Butscha und Irpin. Die Kleinstädte waren über Wochen besetztes Gebiet der Russen auf ihrem Eroberungsfeldzug Richtung Kiew. Die Autorin und der Autor geben den Menschen vor Ort eine Stimme und zeigen schonungslos das Grauen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. Redaktion WDR: Nicole Ripperda und Britta Windhoff.

Leben_nach_Butscha

Ein frisch getrautes Paar tanzt vor Soldaten.
© WDR/Mila Teshaieva

Nominiert als „Beste Dokuserie“ ist die „Menschen Hautnah“-Dokumentation: „Marie will alles – Durchstarten mit Down-Syndrom“. Das WDR-Autor:innen-Team Ilka aus der Mark und Christoph Goldbeck hat die 23-jährige Marie aus Leichlingen über 15 Jahre begleitet und ihren oft anstrengenden Weg dokumentiert, mit dem sie sich ihren größten Wunsch erfüllen will: So zu leben wie alle anderen. Redaktion WDR: Jessica Briegmann. Die komplette Reihe findet sich in der ARD Mediathek.

Marie hat das Down-Syndrom.

Die 23-jährige Marie.
© WDR/Marie Köhler

Die WDR Journalist:innen Isabel Schayani und Vassili Golod freuen sich über ihre Nominierungen in der Kategorie „Beste Einzelleistung Information“. Isabel Schayani für Inhalt und Moderation des „Weltspiegel“ (ARD/WDR), Vassili Golod für seine Berichterstattung zum Ukraine-Krieg (ARD/WDR).

Isabel_Schayani_2020

Isabel Schayani
© WDR/Annika Fußwinkel

Vassili Golod war zudem maßgeblich an den in der Kategorie „Beste Information“ nominierten Tagesthemen beteiligt: „Sechs Monate Krieg gegen die Ukraine – tagesthemen live aus Kiew“. Der WDR-Reporter war zusammen mit der Moderatorin Caren Miosga eine Woche durch das Land gereist, um zu berichten, wie verheerend der Krieg und seine Folgen für die Menschen ist.

Vassili Golod

Vassili Golod
© WDR/Oliver Ziebe

Als „Beste Schauspielerin“ geht Nina Gummich ins Rennen um den „Deutschen Fernsehpreis“: Ihre Leistung als Hauptdarstellerin in dem Film „Alice“, in dem die Entwicklung von Alice Schwarzer von einer unbekannten 21-jährigen Deutschen zu einer der streitbarsten Persönlichkeiten unserer Zeit aufgezeigt wird, wurde von der Jury berücksichtigt. „Alice“ ist eine Koproduktion von ARD, rbb, WDR, ARD Degeto und Schönhauser Filmproduktion. „Alice“ findet sich in der ARD-Mediathek.

Nina Gummich

Nina Gummich
© rbb/Alexander Fischerkoesen

In der Kategorie „Bester Schnitt/Montage Information/Dokumentation“ sind André Nier und Sarah-Christin Peter für den Mehrteiler „Reeperbahn Spezialeinheit FD65“ aufgestellt. „Reeperbahn Spezialeinheit FD65“ wurde im Auftrag des NDR in Zusammenarbeit mit SWR, WDR, rbb und OneGate Media von der gebrueder beetz filmproduktion (Christian Beetz) entwickelt und realisiert und in Das Erste ausgestrahlt.

Reeperbahn Spezialeinheit

© phoenix/NDR/Gebrüder Beetz Filmproduktion

Dass die Serie so spannend ist wie ein Mafia-Thriller, liegt auch an der vielschichtigen Montage und raschen Bildfolge. Der sorgfältig ausgewählte Mix aus Archivmaterial und aktuellen Interviews lässt nicht nur den Kampf gegen die organisierte Kriminalität im St. Pauli der 1980er-Jahre wieder lebendig werden, sondern zeigt auch den zeitgeschichtlichen Hintergrund – von AIDS über Hausbesetzungen bis zur konservativen Wende,

Der Deutsche Fernsehpreis 2023 wird in insgesamt 30 Kategorien verliehen. Über die Auswahl der Nominierten und Preisträger:innen entscheidet eine unabhängige Fachjury unter dem erneuten Vorsitz des Produzenten Wolf Bauer. Die Verleihung findet am 27. und 28. September in Köln statt.

Stand: 11.09.2023, 12.45 Uhr