SPD stärkste Kraft, Grüne vor der CDU

Dortmund - Sonntagsfrage Stadtratswahl

SPD stärkste Kraft, Grüne vor der CDU

Dortmund

© WDR/dpa

Am 13. September wird der Dortmunder Stadtrat neu gewählt. Bei der letzten Stadtratswahl 2014 erreichte die SPD 38,2 Prozent, die CDU 27,2 Prozent, während die Grünen 15,4 Prozent erzielten. Die Linke kam auf 6,8 Prozent, die AfD auf 3,4 Prozent und die FDP auf 2,4 Prozent. Alle anderen Parteien und Wählerinitiativen erzielten zusammen genommen 6,5 Prozent.

Bei einer Stadtratswahl zum jetzigen Zeitpunkt hätte die SPD laut Sonntagsfrage 32 Prozent in Aussicht. Sie bliebe damit trotz Verlusten zu 2014 stärkste Kraft im Dortmunder Stadtrat. Die CDU läge mit 21 Prozent hinter den Grünen, die aktuell mit 26 Prozent rechnen könnten. Die Linke und die AfD kämen auf 5 bzw. 6 Prozent. Die FDP könnte wie DIE PARTEI 3 Prozent erzielen. Die übrigen Parteien und Wählerinitiativen kämen in Dortmund zusammen auf 4 Prozent.

Sonntagsfrage OB-Wahl: SPD-Kandidat Westphal vorn

Am 13. September wird in Dortmund neben dem Stadtrat auch der Oberbürgermeister neu bestimmt. Bei der letzten OB-Wahl ging Ullrich Sierau von der SPD als Sieger hervor, der nicht erneut kandidiert. Bei einer OB-Wahl zum jetzigen Zeitpunkt hätte in Dortmund SPD-Kandidat Thomas Westphal die besten Aussichten im ersten Wahlgang. Er könnte aktuell mit einem Wähleranteil von 36 Prozent rechnen. Hinter ihm liegen die Kandidaten von CDU und Grünen, Andreas Holstein und Daniela Schneckenburger, Kopf-an-Kopf. Beide hätten derzeit jeweils 24 Prozent in Aussicht. Für die Kandidaten von Linken und FDP, Utz Kowaleski und Michael Kauch, würden 5 bzw. 4 Prozent der Wähler stimmen. Die übrigen Kandidaten würden zusammen 7 Prozent erzielen.

82 Prozent beurteilen Lebensverhältnisse positiv

Die Lebensverhältnisse in Dortmund werden von den Bürgerinnen und Bürgern überwiegend positiv bewertet. 82 Prozent der Dortmunder äußern sich sehr zufrieden (15 Prozent) bzw. zufrieden (67 Prozent). 17 Prozent geben an, weniger oder gar nicht zufrieden zu sein. Damit hat sich die Lebenszufriedenheit in Dortmund binnen eines Jahrzehnts nicht verändert: 2009 hatten ebenfalls 82 Prozent die Lebensverhältnisse in Dortmund positiv beurteilt.

Wichtigste Probleme: Verkehr, Integration, Rassismus und Schule/Kita

Die Problemsicht der Dortmunder variiert sehr deutlich. In Dortmund gibt es aktuell kein Thema, auf das sich die Mehrheit der Wahlberechtigten als wichtigstes Problem der Stadt einigen könnte: 15 Prozent der Wahlberechtigten nennen am häufigsten städtische Verkehrsprobleme. 9 Prozent stoßen sich am ehesten an zu vielen und schlecht integrierten Ausländern. 7 Prozent problematisieren wiederum Rassismus und eine sichtbare Ausländerfeindlichkeit in der Stadt. Ebenso viele nennen Probleme an Schulen und Kitas als größte Herausforderung für die eigene Stadt.

Städtisches Corona-Management

Gefragt nach dem wichtigsten Problem in Dortmund stehen die Folgen der Corona-Pandemie bei den Bürgerinnen und Bürgern derzeit nicht an vorderster Stelle. Dies mag auch daran liegen, dass die politische Verantwortung hierfür stärker auf der Landes- und Bundes-Ebene gesehen wird.

Für den Umgang von städtischen Behörden und Verwaltung mit der Corona-Pandemie stellen die Dortmunder ein überwiegend gutes Zeugnis aus. 25 Prozent sind zwar weniger (20 Prozent) oder gar nicht zufrieden (5 Prozent). Zwei Drittel (68 Prozent) äußern sich dagegen sehr zufrieden (12 Prozent) bzw. zufrieden (56 Prozent).

Für den Städtetrend hat infratest dimap zwischen dem 11. und 27 August je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner pro Stadt telefonisch befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für alle Wahlberechtigten. Die Schwankungsbreite liegt zwischen 1,4 und 3,1 Prozentpunkten.

Stand: 02.09.2020, 16.00 Uhr