Frühjahr 45

Das Erste

Frühjahr 45

Im Frühjahr 45 ist nichts mehr, wie es war. Fünfeinhalb Jahre hat der von Deutschland angezettelte Krieg gewütet, jetzt ist Europa befreit und Deutschland endlich besiegt. Niemand weiß, wie es jetzt weiter gehen wird. Es sind Wochen voller Hoffnung, Angst und Ungewissheit. Im Augenblick des Sieges atmen die Menschen auf oder ahnen, dass sie bezahlen werden müssen für das, was in ihrem Namen geschah – je nach Perspektive.

Am 25. April 1945 treffen sich US-Truppen und sowjetische Streitkräfte in der Mitte Deutschlands, bei Torgau an der Elbe.

Am 25. April 1945 treffen sich US-Truppen und sowjetische Streitkräfte in der Mitte Deutschlands, bei Torgau an der Elbe
© WDR

Zeitzeugen verschiedenster Länder Europas berichten von ihren Erlebnissen im Angesicht des Kriegsendes, darunter Prominente wie die Philosophin Agnes Heller, die Schriftstellerin Leonie Ossowski, der Politiker Wladyslaw Bartoszewski, der Schauspieler Günter Lamprecht oder die Fernseh-Legende Georg Stefan Troller. Sie erzählen, was sie in diesen Wochen vor 70 Jahren erlebten, was sie empfanden, hofften, fürchteten. Gefühle und Gedanken, die, je nach Nationalität und persönlichem Schicksal, unterschiedlicher nicht sein können.
Film von Mathias Haentjes
Redaktion: Gudrun Wolter
Kontakt: Stefanie Schneck

Stand: 19.03.2015, 11.27 Uhr